Digitales Grutbier Tasting im April

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Was und Wer?

Datum/Zeit
Date(s) - 16. April 2021
19:00 Uhr bis 21:00 Uhr

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…wenn die Nonnen schmachten in den Klostern,dann ist Ostern!

Wieder so eine von diesen Bauernregeln, die man kaum wird widerlegen können. Aber geht es auch ein wenig genauer? Ostern ist immer am 1. Sonntag nach dem 1. Vollmond im Frühling. Also schon sehr bald! Genau am 4.April! Zeit um über das April Tasting nachzudenken, zu dem ich hiermit herzlich einlade!

Der April hatte ja mit dem Georgitag (23.4.) auch im Mittelalter eine besondere Bedeutung für das Braujahr. Es endete nämlich an diesem Datum, und es setzte die sommerliche Braupause ein, in der die Bierbereitung verboten war. Mangelnde Möglichkeiten der Kühlhaltung einerseits, aber auch erhöhte Brandgefahr in den warmen Monaten andererseits hatten zu diesem Verbot geführt.
Heute erinnern wir uns eher an den 23.4.1516 an dem das Reinheitsgebot deklariert wurde, das ja das Braugeschehen in Deutschland wie keine andere Bestimmung bis heute prägt. Was ist aber mit Bieren, die vor dem Reinheitsgebot entstanden sind?
Waren die ungenießbar, gefährlich oder gar giftig? Wohl kaum! Von einigen Ausreißern abgesehen, bei denen die BrauerInnen den Pfad der Tugend verlassen hatten oder die paracelsische Regel nicht beachtet hatten, nach der die Dosis das Gift macht. Und wenn man mit Inhaltsstoffen wie Tollkirsche, Stechapfel und Bilsenkraut arbeitet, dann wird die Dosierung zur Gratwanderung. Aber was spräche heute gegen Rosmarin, Thymian, Gundermann, Mädesüß oder Süßholz? Aber im Bier? höre ich
da schon den Einwand von „Otto Normalbier Trinker“ (ONT). Ja warum denn nicht?

Erstens wissen wir aufgrund von Forschungsergebnissen natürlich um die psychotrop halluzinogene Wirkung unserer Inhaltsstoffe und Feinwaage und Pipette sind auch längst erfunden. Warum tun sich dennoch so viele Brauereien so schwer, einmal (wieder) die
ausgelatschten Pfade der Fernsehbiere zu verlassen und im Sinne des Wortes zu den Wurzeln zurückzukehren? Bei der Beantwortung dieser Frage tue ich mich auch sehr schwer und ich könnte nur mutmaßen.

Umso mehr freut es mich, dass wir zur Verkostung am 16.April vonc19 bis 21 Uhr einen anerkannten Fachmann und Kenner der Bierszene gewinnen konnten, der uns seine Sicht der Dinge schildern, und zwei seiner Grutbiere vorstellen möchte.
Ich spreche von keinem Geringeren als von Dr. Markus Fohr, Dipl. Braumeister, Deutscher Meister der Biersommeliers, Bierjournalist und Inhaber der Lahnsteiner Brauerei. https://www.lahnsteiner-brauerei.de/Brauerei/UnserProfil.htm

Da die Beschaffung der Grutbiere (gerade zur Zeit) ungleich schwieriger ist, als zu „normalen“ Zeiten, bitten wir um eine zeitnahe Anmeldung.

Die Biere können am Dienstag, 13. April, zwischen 18:00 und 19:00 Uhr im Wiesmann’s, Hochstraße 65 in 44866 Bochum-Wattenscheid abgeholt werden.

 

 

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Wann und Wo?

16. April 2021
19:00 Uhr bis 21:00 Uhr