Pottbiere – Heimat aus der Flasche oder tropisches Vergnügen?

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Was und Wer?

Datum/Zeit
Date(s) - 14. Januar 2022
19:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Veranstaltungsort
Wiesmann's

Kategorien


Ein Biertasting der besonderen Art erwartet die TeilnehmerInnen bei der ersten Verkostung im Neuen Jahr: Tropische Biere ganz aus der Nähe.

Zugesagt haben bisher Kollegen aus Höntrop, Castrop und Huttrop, eine Anfrage in Waltrop ist bisher noch unbestätigt.

Nun ist „Nähe“ nicht unbedingt das überzeugendste Qualitätskriterium, allerdings bringt es uns dem Ziel, Transporte zu reduzieren deutlich näher, und ganz nebenbei hat mich auch die Geschmacksvielfalt der Pottbiere durchaus überzeugt. Erstaunlich was die „Jungen (und mittelalten) Wilden“ so aus dem Tank zaubern! Unkonventionell, unangepasst und unheimlich lecker. Nichts gegen ein Pale Ale aus den „Swamps of Ohio“, beim CO² Fußabdruck liegt allerdings das Pale Ale von den Ruhrauen aus Witten ganz weit vorne. Gute Windverhältnisse vorausgesetzt, kann Brauer André Köpf aus dem Sudhaus in die Ruhr spucken! Die idyllische Lage (25m bis zum Ufer) bringt einen Zusatzpunkt!

Dass ich eine Vorliebe für belgische Biere habe, ist wohl hinreichend bekannt und hätte eines neuerlichen Beweises nicht bedurft. Wohl aber dass der Januar-Belgier die mit Abstand kürzeste Anreise hat: 3 km vermeldet Google maps von der tropischen Braustätte (in Höntrop) bis zum Wiesmann’s und bestätigt nochmal, dass die Hefe das Bier macht.

Was Hopfen im Bier bewirkt ist natürlich jedem Biertrinker vertraut: er bittert das Bier. Folgt man den Richtlinien des BJCP (Beer Judge Certification Program), soz. der Bibel der Bierstil Richtlinien, so findet man unter 5c, German Helles Exportbier bei Aroma: „low to medium hop aroma“, also eher mild gehopft. Was aber, wenn man seine Brauerkarriere bei Fiege in Bochum gestartet hat!? Da ist die Kategorie „mild“ beim Kapitel Hopfung vielleicht gar nicht vorgesehen!? Und wenn das Exportbier wg der besseren Haltbarkeit mehr Alkohol enthielt, so war das zwar zieführend, aber warum hat man nicht mehr Hofen zugesetzt, obwohl man um die antiseptische  und keimhemmende Wirkung des Hopfens wusste? Weil Hopfen, das „Grüne Gold“ teuer war und nicht das ganze Jahr über zur Verfügung stand. Für Christoph Kirchhelle, Brauherr auf Haus Rütershoff in Castrop, alles kein Problem. Weder die Konventionen des BJCP, noch der Mainstream Geschmack leiten sein Tun, sondern lediglich sein Gespür für Trends und die „frühkindliche“ (Fiegesche) Prägung. Wer weiß, vielleicht wird aus der Rubrik 5c bald die Rubrik 5cr für Castrop-Rauxel?

Unkonventionell trifft sicherlich auch auf die  „Mücke“ Brauer zu, die gleich einen Bierstil „usurpiert“ und neu definiert haben. Sie haben aus dem IPA, das gewöhnlich für „India Pale Ale“ steht, einfach ein Ingwer Pale Ale gemacht, das, wie der Name schon vermuten lässt, frischen Ingwer enthält. Das entsprcht zwar nicht dem Reinheitsgebot, schmeckt aber im höchsten Maße „huttropisch“ frisch.

Geschmackserlebnisse der besonderen Art erwarten euch am 14.01.2022 wahlweise in Präsenz (max 20) oder online. Bitte bei der Anmeldung über diese Website angeben. Danke!

Bitte beachten sie die aktuellen Corona Verordnungen der Stadt Bochum. https://www.bochum.de/Corona

Neuanmeldungen lediglich für Online-Teilnahme möglich!!!

Buchungen

Buchungen sind für diese Veranstaltung nicht mehr möglich.

Wann und Wo?

14. Januar 2022
19:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Wiesmann’s
Hochstraße 65
44866 Bochum-Wattenscheid